Die RIW Dienstleistungsgruppe bietet Ihnen Dienstleistungen in den Bereichen Personalservice, Gebäudeservice und Industrieservice an.

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Artikel IHK Plus - Ausgabe Februar 2010

Heimliche Helfer



Bereits zum Jahresende 2009 hat sich die Auftragslage verbessert. – Jörg Stümer, Inhaber und Geschäftsführer der RIW Dienstleistungsgruppe Köln.


Sie beraten Krankenhäuser, reinigen Gebäude, entsorgen Bauschutt, schicken bei Produktionsengpässen Mitarbeiter: Ohne diese Dienstleister würde in vielen Unternehmen gar nichts laufen. In nahezu jeder Branche haben sich die heimlichen Helfer unentbehrlich gemacht. So ist auch die Krise an ihnen nicht spurlos vorübergegangen. Umsätze brachen ein und Personal wurde abgebaut. Doch für 2010 macht sich zumindest bei einigen wieder Optimismus breit. Eine Einschätzung, die auch andere Branchen teilen. Die bisherige „IHKplus“-Serie „Die Unternehmen und die Krise“ wird deshalb in diesem Jahr unter „Stark für den Aufschwung“ weiterlaufen.

Jörg Stümer lässt sich nicht kirre machen. Dem Unternehmer hat die Wirtschaftkrise 2009 zwar arg zugesetzt. Einen Umsatzeinbruch von 15 Prozent musste er verkraften. Doch wenn das Familienunternehmen nicht so breit aufgestellt wäre, hätte die Krise die Firma wohl noch stärker getroffen. Seit 13 Jahren lenkt Stümer die Kölner RIW Dienstleistungs GmbH, die ihr Geld mit Zeitarbeit, Facility Management und Industrieservice verdient. Für 2010 ist der Unternehmer wieder optimistischer. Stümer: "Bereits zum Jahresende hat sich die Auftragslage schon verbessert."

In den Medien sucht man Berichte über die RIW-Dienstleistungsgruppe meist vergebens. Die sogenannten unternehmensnahen Dienstleister arbeiten eher im Verborgenen. Doch auf die Dienste der heimlichen Helfer können im Zuge des verstärkten Outsourcings immer weniger Unternehmen verzichten. Ohne die Anbieter von IT-Dienstleistungen, Zeitarbeit, Mobilienleasing, Facility-Management, Werbung, Callcentern, Direktmarketing oder aus das Messewesen würden Bänder stillstehen, Auftragsbücher leer bleiben und IT-Pannen ganze Betriebe lahmlegen.

Wichtiger Wachstumstreiber für die gesamte Region

„Unternehmensnahe Dienstleister sind ein wichtiger Wachstumsfaktor für die Region, insbesondere auch für die Industrieunternehmen. Als Träger für Innovationen bilden sie die Grundlage für das hiesige Wachstum“, sagt Dr. Matthias Mainz, Leiter Volkswirtschaft und Statistik der IHK Köln. Der Haken: Sie stehen nur selten im Fokus der Öffentlichkeit. Daher würden sie, so Mainz, leicht von der Politik vergessen. Gerade in der aktuellen Krise litten sie unter der fehlenden Aufmerksamkeit. „Daher sollte die Politik bei der Ausgestaltung von Förderprogrammen oder Finanzierungshilfen die Bedürfnisse der meist kleinen und mittleren Unternehmen beachten“, wünscht sich der IHK-Experte.

Auf Hilfe von außen will die von Mittelständlern geprägte Branche allerdings nicht warten. Mit straffem Kostenmanagement, der Besetzung von Nischen und der Eroberung neuer Kundensegmente haben die unternehmensnahen Dienstleister 2009 gegengesteuert. Maßnahmen, die sich jetzt auszahlen sollen. So setzt RIW-Chef Stümer  wieder auf die Zeitarbeit, die bis 2008 boomte. Erst vor sechs Jahren hatte das Kölner Familienunternehmen den Personalservice als dritten Geschäftsbereich neben Industrie- und Gebäudeservice aufgebaut, um fortan von konjunkturellen Schwankungen unabhängiger zu werden.  Heute steuert er bereits 60 Prozent zum Umsatz bei.

„Mit Zeitarbeitern für den stark wachsenden medizinischen und pflegerischen Bereich haben wir 2009 eine Nische besetzt, sagt Stümer. Da diese Branche gar nicht von der Krise betroffen war und auch kaufmännisches Personal gefragt blieb, habe man die Einbußen im gewerblich-technischen Bereich zum Teil ausgleichen können. Beim Gebäudeservice seien neue Kunden im kommunalen Bereich gewonnen worden, etwa Schulen und Kitas. Auch sie hätten kaum gespart. Darüber hinaus hat Stümer ein umfangreicheres Dienstleistungspaket im Bereich Industrieservice für seine Kunden geschnürt, kauft jetzt zum Beispiel Schmierstoffe für Maschinen für mehrere Auftraggeber ein und kann dank der größeren Abnahmemengen Kostenvorteile an sie weiter geben.